Klofenster

Tour Bonheur, Etappe 18, La Manère – Châteauneuve-De-Randon, 85 km, 1.800 Höhenmeter Gestern war‘s noch nicht sicher, ob wir diese wunderbare Tarn-Schlucht tatsächlich an beiden Seiten hochkraxeln sollen. Verdient hätte sie es auf jeden Fall von allen Seiten begutachtet zu werden. Tief unten hatten wir über Nacht nobel châteauisiert. Im

Symbolpolitik

Tour Bonheur, Etappe 16, Carcasonne – Lacaunes-De-Baines, 100 km, 2.020 Höhenmeter  Höchste Zeit, die Vorzeichen zu verändern. Es muss ein Ruck durch diese Tour gehen. Ein Neuanfang. Eine Wende. Alles muss besser werden. Effektiver. Weniger Bürokratie. Weniger Pannen. Darum setzt das Tagebuch heute ein deutliches Zeichen. Ab sofort firmiert unser

Schaltwerk

Tour Malheur, Etappe 15, Caudiès-de-Fenouièdes – Carcassonne, 82 km, 1.100 Höhenmeter  „Die eine L ? Schraube tut nicht mehr – vielleicht neues Schaltwerk? Aber er gibt alles – jetzt wird der Chef angerufen.“ So lautet die Nachricht, die der Malheur-Master am Sonntagabend sendet. Aus dem vermutlich einzigen Radladen, der sonntags

Steinschlag

Tour Malheur, Etappe 14, Sorgeat – Caudiès-de-Fenouillèdes, 64 km, 1.350 Höhenmeter  Was willst du machen? Dank des Sportskameraden Dietrich ist das Malheurniveau dieser Tour durch alle Decken geprescht. Und das bereits in den ersten Minuten seiner Mitwirkung. So ist das halt: Wenn du mit Deutschlands fantasievollstem Alltagskabarettisten unterwegs bist –

Ich kann keinen Fehler erkennen

Tour Malheur, Etappe 13, Pamiers – Sorgeat, 88 km, 1.500 Höhenmeter Von Dietrich Krauß Einer Radtour einen Namen zu verpassen bevor ein Kilometer gefahren wurde, ist wie ein Kabarettprogramm zu betiteln, bevor auch nur eine Zeile geschrieben ward: Aus werblichen Gründen unvermeidlich, inhaltlich sagen wir eine Herausforderung, der geratenen Überschrift

Fahrrad

Tour Malheur, Etappe 12, Girons – Pamiers, 55 km, 600 Höhenmeter  Halbetappe heute. Durch eine traumhafte Landschaft, die vor den Pyrenäen steht wie das Allgäu vor den Alpen. Früh los ist Pflicht. Alle zur Verfügung stehenden Vorhersagen, prophezeien ab Mittag Dauerregen. Während der Fahrt hatte durchaus das Gefühl, dass das leise

Château

Tour Malheur, Etappe 11, Bagnères-Du-Luchon – St. Girons, 78 km, 1.560 Höhenmeter  Die Franko-Insider werden den Namen Arriège schon gehört haben. Es handelt sich dabei um ein Département in den weniger spektakulären Pyrenäen. Dort, wo keine hohen Gipfel sind. Oder anders formuliert, wo die hohen Berge nicht auf der französischen

Aussicht

Tour Malheur, Etappe 10, Saint-Lary-Soulon – Bagnères-Du-Luchon, 49 km, 1.590 Höhenmeter.  Wolken können besondere Glücksmomente erzeugen. Wenn Wolken reinziehen, bekommst du Fotos, die man nicht so leicht nachstellen kann. Es ist ja schon alles fotografiert auf dieser Welt. Siehe Insta. Den Rest gibst du in Bildgenerator ein, wenn dir herkömmliche

Tourmalet

Tour Malheur, Etappe 9, Luz-Saint-Sauveur – Saint-Lary-Soulon, 69 km, 2.250 Höhenmeter Heut mal hübsch aufs Radfahren konzentrieren. An so einem Tag darfst du dich nicht ablenken lassen. Schließlich steht die Königsetappe auf dem Programm. Da kannst du auch im Tagebuch kaum den Fokus verlieren. Tatsächlich habe ich heute kaum an

Zimmer 105

Tour Malheur, Eaux-Bonnés – Luz-Saint-Sauveur, 60 km, 1.570 Höhenmeter  Nichts gegen Wellness. Wir werden alle älter. Ich geb zu: Mein Ding ist es nicht. Weil ich dabei fett werde. Was schlicht daran liegt, dass mich bei Wellnesshotels vor allem  die Küche interessiert. Allein wenn ich „Sauna“ les wir’s mir langweilig.

Drecksacks Tochter

Tour Malheur, Etappe 7, Montory – Eaux-Bonnés, 62 km, 1.510 Höhenmeter  Klingt doch nett: Col de Marie Blanque. Irgendwie lieblich, oder? Aber von Namen sollte man sich nie täuschen lassen. Vermutlich stammt die Bezeichnung von einem Geier mit auffällig weißen Flügeln, der wurde in einem einheimischen Dialekt als „weiße Marie“ bezeichnet.

Friedensvertrag

Tour Malheur, Etappe 6, Ochagavia – Montory, 88 km, 1.680 Höhenmeter .  Es gibt Sehenswürdigkeiten, die man nicht  gesehen haben muss. Eine davon hab ich mir natürlich angeschaut, schon letzten Sonntag beim Start zu dieser Tour in Irun: die Fasaneninsel. Ein unbewohnter Berzel voller Gestrüpp mitten im Grenzfluss  Bidasoa. Keine 

Rückwärts

Etappe 5, Eugi – Ochagavia, 67 km, 1.350 Höhenmeter  Schön hier!  Man kann’s nicht anders schreiben. Durchaus einsam. Als ich morgen gegen Achte auf die Landstraße einbog, war ich über Kilometer hinweg der einzige Verkehrsteilnehmer. Dachte ich. So lange bis in Gegenrichtung ein Radclub entgegen fuhr. Mit seinen rund 25

Nähmaschine

Tour Malheur, Etappe 4, Leitza – Eugi, 67 km, 1250 Höhenmeter  Der Michl heute die „Püreenäen“ gezeichnet. Natürlich tadellos. Trotzdem wunderte ich mich kurz, dass er vor lauter „Püree“ das Verb „nähen“ liegen ließ. Andererseits: Wenn sich Wortwitze in Karikaturen selbst überholen, ist ja vor lauter Mühe der Witz beim

Kleinstadtvibes

Tour Malheur, Etappe 3, Tolosa – Leitza, 35 km, 550 Höhenmeter  Die Topographie des Baskenlandes sieht aus, als wäre Gott langweilig gewesen. Als hätte er sich – weil er es kann – im Nagelstudio künstliche Fingernägel besorgt und lustlos auf der Erde rumgekratzt. Die Täler sind tief, aber gerade. Nur