
26 Juni 75 Jahre erste Meisterschaft
Historischer Abend des VfB Stuttgart im Stadtpalais. Historiker Dr. Florian Gauß hatte gemeinsam mit der Historischen Abteilung des Vereins eine Rarität ausgegraben: ein einstündiger Film über die Meisterschaft des VfB Stuttgart im Jahr 1950. Die ausführliche Reportage der Neuen Deutschen Wochenschau enthält Szenen aus den Halbfinals um die Deutsche Meisterschaft und einen ausführlichen Spielbericht des ersten Endspiels nach dem Krieg, das wieder im Berliner Olympiastadion ausgetragen wurde.
Zum Abschluss des Themenabends fand eine von Moderator Bernd Sautter geführte Podiumsdiskussion statt, an der neben Frau Dr. Gudrun Kruip von der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus auch Christa Ströhle-Duchatsch (Tochter von Meisterspieler Josef Ledl) und Peter Schmid (Sohn von Meistertorwart und -kapitän Otto „Gummi“ Schmid und Vorsitzender der VfB Garde) teilnahmen und spannende Anekdoten teilten. Frau Dr. Kruip präsentierte das seinerzeit von Bundespräsident Theodor Heuss an den VfB vergebene Lorbeerblatt und erläuterte: „Dieses Silberne Lorbeerblatt war das erste, das jemals verliehen worden ist und es ist bisher das einzige, das für den Gewinner einer Deutschen Meisterschaft im Fußball. Wir freuen uns sehr, dass wir das Silberne Lorbeerblatt mit seiner spannenden und emotionalen Geschichte bei uns im Theodor-Heuss-Haus zeigen können.“
„Es gab einen Riesen-Auflauf in Stuttgart am Tag nach dem Finale. Ich war ganz stolz, dass ich auch im Mercedes durch die Massen fahren durfte und habe als Siebenjährige fleißig gewunken“, berichtete Christa Ströhle-Duchatsch mit einem Schmunzeln. Peter Schmid, der die Historische Abteilung des VfB mitgründete, erinnerte sich daran, wie der lange verschollene Film aus dem Archiv der Neuen Deutschen Wochenschau zum VfB gelangte.